Erinnerungen an Helios




Das komplette Helios-Tagebuch


Helios Einreise nach Deutschland am 9.1.2011

Abholung Nähe Deutsche Grenze ca. 15.45 Uhr, auf einer Tankstelle, die wir eher zufällig fanden, nachdem wir uns total verirrt hatten und schon fast in Zielona Gora waren (der Navi kennt kein Polen, wir kein Polnisch um nach dem Weg zu fragen).
nach der eher wortkargen Übernahme des Hundes von zwei freundlichen polnischen Tierschützern dann 1Stunde Fahrt nach Hause (Berlin) stehend, schmusend, naschend, sehr aufgeregt und interessiert.
ca. 16.45
1. Treppe was ist das??? Es ging sehr schwer und langsam. Jede Etage hatte 3 interessante Wohnungstüren hinter denen gekocht und gegessen wurde.
2. Familie kennen lernen. Schmusen kraulen, naschen, Fototermin. ERSTES SCHWANZWEDELN (wenig, aber es geht!!!)
3. Mülleimer = lecker!
4. Töpfe auf dem Herd = lecker!
5. Arbeitsplatte mit Brotkorb und Gemüse = lecker!
6. Küche = alles lecker!!!
7. lecker = Helios ist taub für Wörter wie: "Nein", "Auweia", "Pfui"und auch "Nije" bringt nix - na gut, am ersten Tag kneifen wir mal die Hühneraugen mit zu. Nur das mit den Pfoten auf den Tischen, Küchen-Arbeitsfläche und Herd muß anders werden. Später ...
8. Helios total ausgehungert? Also etwas Nassfutter vor dem Gassi gehen
ca. 17.15 Uhr der erste Spaziergang:
Alles neu, viele Menschen, viele Kinder, viele Hunde >>und Gerüche, Gerüche, Gerüche!!!>>Kulturschock, aber nicht schockiert sondern interessiert und neugierig wird alles untersucht.
Durchfall (Aufregung?, Anstrengung?Zu viel genascht?)
Nach dem Spaziergang folgende Medikamente: Schüsslersalze 6, 8 und 9, Kamillentee mit 3 Tr. Baldrian und 1 Prise Salz
ca. 300 gr. Nassfutter, getrocknetes Toastbrot
Kennenlernen Katze Lotte >>> Null Problemo >>> man geht sich dezent aus dem Wege
ca. 19.45 Uhr
Treppe abwärts geht sehr schwer. Warum plötzlich???
Spaziergang - kein Stuhlgang     :°)
Treppe hochgehen geht recht zügig. Wie das???
Kennenlernen Kater Rudi (der junge, starke Kater) > nicht so leicht wie Lotte - gespannte Koexistenz ohne Prügelei
Lotte schlief währenddessen ruhig auf dem Sofa
ca. 22.30
letzte Gassi-Runde - kein Stuhlgang
Treppe runter schwierig, Treppe hoch - leichter
ca. 23.30
Helios kommt nicht zur Ruhe. Er läuft wie ein Raubtier im Käfig durch die Wohnung, mit Vorderpfoten auf Tisch und Herd ..., versucht die Mülleimer auszuräumen und den Kühlschrank irgendwie zu öffnen (zum Glück fehlt ihm noch die richtige Technik).
Wir (mein Mann und ich) legen uns auf den Boden an seine Matratze. Er setzt sich endlich zu uns, aber wehe einer von uns macht die Augen wieder auf: aufspringen, schwanzwedeln, weiter herumlaufen.
Da wir einen abgeschliffenen Holzfußboden haben, ist das Geräusch eines umherrennenden Hundes eher schlaftötend als beruhigend - Kind wieder wach. Katze verzieht sich genervt nach oben auf den Katzenhochboden. Kater wird langsam etwas aggressiv ...
So lange Helios einen von uns sieht, kommt er nicht zur Ruhe.
Fazit: Die erste Nacht mußte Helios an der Balkontür angeleint und allein in der Wohnküche verbringen. Das klappte hervorragend: Nachdem Licht gedämpft und wir (einschließlich Katze und Kater) aus dem Zimmer waren, die Tür zu, sahen wir vorsichtig durch das Fenster in der Tür: Helios überprüfte den Fressnapf auf Reste und polierte nach, ging danach brav auf sein Bett und legte sich hin. Wir taten dasselbe. Den Teil mit dem Fressnapf übersprangen wir ...

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10.1.2011 - Helios in Familie

Morgens um 4.30 Uhr: Ein glücklicher Hund empfing uns schwanzwedelnd
Kleine Pfütze, ... Kein Häufchen! Danke, Helios!!!
ca. 4:35Uhr
1.Gassirunde
Treppab und treppauf geht zügig.
Leider immer noch Durchfall (etwas fester?)
getrocknetes Toatsbrot und Kamillentee, Schüsslersalze s.o. auf etwas Nassfutter
5.30 Uhr
Herrchen frühstückt und geht zur Arbeit.
6.30 Uhr
Herrchenchen frühstückt und wird zur Schule gebracht in der
2. Gassirunde um ca. 7.00Uhr - 7.50 Uhr
Alle Kinder auf dem Schulweg werden schwanzwedelnd begrüßt.
immer noch Durchfall
Helios reagiert nicht auf Zurufe, geschweige denn Kommandos. Auch nicht auf Pfiffe! Ist Helios vielleicht taub? Vielleicht reagiert er auch aufgrund seiner Sozialisation nicht darauf? Wir werden das beobachten. Vorerst kann er jedenfalls nicht ohne Leine laufen. An der Leine übrigens auch nicht. Mal sehen, ob er das noch lernt... Im Moment kann ich schlecht mit ihm trainieren. Er soll erst einmal ankommen. Außerdem ist Trainig ohne Leckerlies -wegen Durchfall- doof!
Nach der Gassirunde gibt's Frühstück für Helios: Zwieback in leicht gesalzenem Kamillentee, buähhh. Und um die Mahlzeit abzurunden: 1/2 Teel. Muskatnuss auf etwas Nassfutter (altes Hausmittel gegen Durchfall).

In der Wohnung ist er noch sehr unruhig. versuchen wir, ihn zu ignorieren, bellt er. Schimpfen ist schließlich auch Zuwendung. Kluges Kerlchen!
Das beste Mittel dagegen ist: anleinen und Zimmer verlassen. Irgendwie traurig, aber so kommt er etwas zur Ruhe, legt sich hin und schläft. Natürlich beobachte ich ihn viel durch die Glasscheibe in der Tür. Wenn ich ins Zimmer komme gibt's Zwieback oder Salzbrezel zur Belohnung.
Ich habe den Eindruck, er fühlt sich hier sehr wohl.

Mir ist aufgefallen, daß er schwerhörig sein muß. Also untermale ich jedes Komando mit einer Art Zeichensprache. Das funktioniert.

Die schwierigste Übung wird noch die Bekanntschaft mit dem alten Kater Tomi, aber dazu muß Helios erst mal zur Ruhe kommen. Für Rudi und Tomi scheint das okay zu sein, in meinem Zimmer. Sie haben hier alles, was sie am meisten lieben: unser Hochbett mit Ausblick durchs Fenster auf das Vogelhäuschen und den Hof, ein Katzenklo und Futter, sowie Ruhe vor dem "RIESENKATER", der mit dem Schwanz wedelt, also scheinbar angreifen will...
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Mittwoch, 12.1.2011

Fremde Laute in der Wohnung


... letzte Nacht war grauenvoll und fast ohne Schlaf. Es gab ein bis dato unbekanntes Geräusch, das intensiv war und unbekannt, aber – später - erklärlich ...

Da wieder! Hör auf!!!
Hin her, lauter.leiser, tiptiptiptiptiptrapp tiptiptiptip ...
Dann Ruhe ... "Danke! ... schlafen!!! .... Tiptiptiptiptiptip ... Oh nein,Bitte!!! ... Ruhe ...   Tiptiptiptiptiptip..... Tiptiptiptiptiptip.... Tiptiptip Tiptiptiptiptiptip tiptiptip....
Immer ca. 5 min. Pause und dann wieder  Tiptiptiptiptiptip..... und wieder ....und wieder .... (Hundekrallen auf Dielenboden in nächtlicher Ruhe)

Das war die erste Nacht, in der wir den Heli nicht angeleint hatten,. weil wir dachten, es wäre besser für ihn. Nein war es nicht!

Der Süße war erwacht, roch uns in der ganzen Wohnung, suchte uns und konnte uns auf den Hochbetten nicht finden. Dadurch wurde er immer unruhiger ...

Gegen 3.00 Uhr ging mein Mann mit ihm auf die Straße zum pinkeln, danach leinte er ihn an, wie gewohnt... endlich Ruhe... Gute Nacht!!! Bis mittags war der Gute nicht ansprechbar.

Der Heli braucht Sicherheiten, die wir uns nicht erklären können in unserem unendlich-menschlichen Wohlstand. Er würde sich zu tode fressen, weil er Angst hat zu verhungern. Langsam zu verhungern kennt er, sich zu überfressen kennt er nicht

Eine andere Sicherheit ist das Angeleint sein. Er will immer alles richtig machen, aber wie denn, wenn er nicht weiß wo er bleiben soll? Dann sucht er uns, und er sucht zugleich nach einer Antwort auf diese Frage, ist doch klar!!!

Da er am liebstebn immer bei uns sein will, ist die Tatasche, daß unser Sohn und auch wir in Hochbetten/Hochetagen schlafen, etwas schwierig. Hinzu kommt die Tatsache, daß er uns eindeutig geruchlich identifiziert, aber nicht sehen kann!

Wenn man es so betrachtet, glaube ich, versteht man das rastlose "Tiptiptiptiptiptip" ...

Armer Heli!!!
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Donnerstag,  13.1.2011

"ich geh mit Dir, wohin du willst ...


Es ist sooo süß, der Hund geht mir überall hinterher! Wenn ich mich dann setze, steht er eine Weile und sieht mich an, läßt sich beschmusen, dann legt er sich neben mir hin und schläft ein. ... Aber nicht wirklich: Sowie ich mich erhebe, springt er auf und folgt mir.

Das ist sooo süüüß!!!!

AAAABER: jede Münze hat auch die Kehrseite ...

Seit gestern haben wir nun ein kleines (sozialisationsbedingtes) Problem:
Er will nicht mehr ohne mich sein.
Sowie ich ihm nur (im gleichen Raum!!!) den Rücken zudrehe, fängt er an zu bellen und jaulen.
Das Gleiche vor Geschäften beim Einkauf...

1. Guter Hund: Er hat erkannt, wer das Alphatier im Rudel ist!"
2. Das Alphatier hat leider noch Helios-fremde Verpflichtungen innerhalb und außerhalb der Wohnung.
3. Helios, das must Du lernen!!! Dringend!!! Jaulen und Bellen kommt schlecht in einer Mietswohnung! Auch vor Kaufhallen ist so etwas nicht beliebt !!!

Also: Heli darf nicht mehr so doll klammern!
Das wird hart!
Vor allem für uns Menschen!
Aber er kann das!
...
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Freitag, 14.1.2011

5 Tage Helios
    

... haben mich ganz schön in Atem gehalten. Deshalb erst heute wieder ein kleiner Rapport.

Aber eines vorweg: Liebe Tierschützer, die Ihr Euch um den Helios bemüht habt, vielen Dank!!!
Ich kannte viele Hunde, kenne viele Hunde, aber keiner war/ist wie er!!! So sanft, so lieb, so zärtlich und soooo dankbar für alles!!! Unglaublich, bei dem schweren Schicksal, das er erdulden mußte!!! Immer wenn ich ihn streichle und die vielen Narben auf seinem Körper sehe, möchte ich losheulen!!! Dann verspreche ich mir, daß es keine weiteren derartigen Narben geben wird und ich darüber wache. Dann geht es mir schon wieder besser.

Nun zu Helios, der sich langsam vom Häufchen Unglück zum glücklichen Familienhund entwickelt.
Übrigens: merkwürdig, ich habe das Gefühl, der Helios ist gewachsen. Empfangen haben wir ein kleines trauriges Häuflein Unglück mit chronisch eingeklemmten Schwanz (Schwanzspitze unter der Brust) und tief gesenktem Kopf. Die ersten zwei Tage hatte ich Angst, der Gute schafft die Treppen kaum.
Mitterweile ist aus ihm ein stolzer, übrigens sehr gesprächiger (das wußte ich gar nicht, daß Dalmis erzählen können!) Dalmatiner geworden.
Wir bekamen ihn mit den Wunsch: "...hoffentlich kann er bald wieder mit dem Schwanz wedeln". Er kann!!! Er hat uns auch schon mehrmals "angelächelt".

Der Helios ist ein kleiner Genießer und intelligent-aufmerksam.
Deshalb fällt es auch recht leicht, ihm die  Benimmregeln eines Rudels beizubringen.

Er kannte bisher nicht:
Stubenreinheit
Leben in einer Wohnung (nicht auf Tische steigen und Mülleimer ausräumen zB. ...)
regelmäßiges Futter
Familienleben mit Zeitplan
Gassigehen und Laufen an der Leine
Sitz, Platz, Steh. Fuß, Voraus

Es scheint so als erahnt er, was ich von ihm will und tut es dann einfach. So hat er inzwischen gelernt:

Mülleimer und Mülltüte wird nicht ausgeräumt (Frauchen hat etwas besseres in der Tasche!)
Pfützen und Häufchen werden draußen gemacht (es war ihm sooo peinlich, als ich es wegräumen mußte!!!)
An der Leine ziehen ist doof, Frauchen schimpft, nicht ziehen und immer kucken, daß Frauchen hinterher kommt bringt Streicheleinheiten und Leckerlies
an der Straße "Steh", dann "Fuß" über die Straße dann wieder "Voraus"
Küche ist Menschenrevier, aber kucken ist erlaubt ...

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Helios hat inzwischen relativ gut gelernt, an der Lauf-Leine zu laufen. Langsam versteht er auch, daß er nicht auf die Straße darf.
Vor Geschäften wartet er inzwischen ohne bellen (jippie!!! Geschafft!!!).
"Sitz", "Platz", "Fuß", "voraus" steht natürlich noch immer auf dem Programm. Er ist sooo süß und will immer alles richtig machen. Leider kommt er mit den Begrifflichkeiten immer durcheinander oder er versteht mich akustisch nicht so gut ...

Heute war unser Alpha-Kater dran mit der Vorstellung: Böses Frauchen, heimtückisches!: habe ihn ein wenig gehandikapt indem ich ihm sein Geschirr umgelegt habe, so war er nicht so angriffslustig wie üblich. Mal weiter sehen ...

Trotz kleinerer "Ausrutscher" geht's uns allen sehr glücklich miteinander.
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Helios in Familie, nach 2 Wochen

Nun haben wir uns schon ein wenig beschnuppert:und mein persönliches 1.Urteil lautet: er ist ein liebenswerter alter, etwas schwer erziehbarer Eigenbrötler! Wenn er allerdings jemanden gegenüber hat, der ihn erkennt und gefühlvoll und mit viel Liebe und Zeit in die Rudel-Schranken weist, kann er trotz seiner körperlichen Gebrechen ein Begleiter werden, dem man sein Alter und sein schweres Leben nicht mehr anmerkt. Sicher braucht das Geduld, aber die wird sich lohnen! Er kuschelt wie ein Welpe, so neu scheint ihm Zärtlichkeit zu sein. Er kaspert herum beim Training  - welpenhaft - er hat viel versäumt und nachzuholen!

Die einzelnen Disziplinen:
1. Wir lernen an einer Leine in einer Stadt spazieren zu gehen:
Oh Lala!!! Hin und Her und Vor und Zurück und auf die befahrene Straße ...
Es geht inzwischen mit der Laufleine. Auf leichtes Zuppeln reagiert er inzwischen und kommt meistens (...weil es dann immer ein kleines Leckerli gibt). Schwierig ist immer noch seine permanente Futtersuche. Jedes Stück Plastikfolie, jedes wohlriechende Teilchen, und alle noch  verwertbaren "analen Hinterlassenschaften" seiner Artgenossen werden blitzschnell gefressen. Da wir ihn mit einer schlimmen Durchfallerkrankung bekamen (infolge Parasitenbefall), versuchen wir natürlich immer schneller zu sein als er: Für jeden "leckeren" Haufen, den er wahrgenommen, aber aufgrund unses Einwirkens umschifft hat, gibt's ein Leckerli!
2. Hunde-, katzen und kinderverträglich...
... war der Süße als wir ihn bekamen. Er lief durch die Welt, völlig desinteressiert , mit aufgestelltem Rücken und bis zur Brust untergeklemmtem Schwanz.
Nachdem die große erste Angst gewichen ist, kristallisierte sich aus einem Häufchen Unglück namens Helios ein Hund mit Charakter und erstaunlicher Willensstärke!
Man merkt ihm an, daß er viel Zeit hatte, über die Menschen nachzudenken. Er weiß genau, wie er sie nehmen muß! Helios ist ein zuckersüßer Begleiter unserer Familie, der täglich seine Grenzen im Rudel austestet. Bis heute sind wir uns noch nicht sicher, ob seine Taubheit real ist, oder er sich kluger Weise dadurch nur Ärger vom Halse hält ...
Die Tierärztin sagt, er ist definitiv auf einem Ohr taub, aber auf dem anderen könne er möglicherweise etwas hören. ... ja, wahrscheinlich, wenn er will!
In unserer Familie leben ein Mann, eine Frau, ein 10jähriger Sohn (sehr hundeerfahren), ein 25 Jähriger Sohn (ausgezogen, aber oft zu Hause und auch sehr hundeerfahren), sowie drei Katzen (bis vor zwei Wochen hundeunerfahren).
Die ersten Tage gab es hier einen total verschüchterten Hund, der beim Katzenfauchen abduckte, . Inzwischen hat sich einiges vom Kopf auf die Füße gestellt: Helios ist inzwischen sehr selbstsicher geworden. das bestehende System in unserer Familie bekam eine (passende) Änderung: 1. Menschen, 2. Hund, 3. Katzen. Leider funktioniert das System nur harmonisch bei äußerster Wachsamkeit der erwchsenen Menschen. Ansonsten werden Kinder und Katzen bei Bedarf angebellt und dadurch erschreckt. Nach Katzen wird auch manchmal aus Eifersucht geschnappt. Naja, ist ja ohne Zähne ...
3. Allein bleiben und auf die Menschen warten...
... ging gar nicht!!! Nach 2 Tagen fing der Gute an zu klammern: sowie ich ihm den Rücken zudrehte, bellte er. Schlecht in einem Mehrfamilienhaus... Ich konnte mir in der ersten Woche nicht mal im Bad die Haare waschen gehen, ohne ihn mitzunehmen. So ging es dann: während ich meine Haare wusch, plünderte er die Katzenklos und räumte - na klar!!! - den Mülleimer aus.

Einkaufen mit Helios:
Der 1. Versuch: Vor der Kaufhalle riss er wie wahnsinnig an der Leine und war so panisch, daß er erst nach ca. 20 sek. merkte, daß ich längst zurückgekommen war und ihn versuchte zu beruhigen.
Armer Heli!!! Er saugt unsere Zuneigungen auf wie ein jahrelang ausgetrockneter Schwamm und hat einfach Angst, daß wir ihm verloren gehen.

Fazit: Es muß immer jemand präsent sein, der sich mit Hundeerziehung gut auskennt. Bei entsprechender Kontrolle und einfühlsamer Erziehung (mehr Zeichensprache und vielen Leckerlis) kann sich Helios zu einem kuschelig-treuen Familienhund entwickeln.
Er bleibt nicht gern allein. Aber das war er ja auch schon lange genug, denke ich.
Inzwischen bellt er nicht mehr, wenn er allein im Zimmer / in der Wohnung ist, er weint aber oft leise vor sich hin.
Vor der Kaufhalle wartet er inzwischen geduldig und verliert dabei nie die Eingangstür aus dem Auge, weint manchmal leise, aber er bellt nicht mehr.
Warten fällt ihm generell sehr schwer. Wir üben das gerade ...
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Helios in Familie, nach 4 Wochen

...man kann inzwischen sagen: Helios und alle anderen Beteiligten haben sich aufeinander eingespielt: Zwischen Hund und Katze Lotte gibt es keinerlei Probleme - Lotte ist eigentlich die kleine Ängstliche unter unseren Stubentigern, aber seit Helios ist sie erheblich selbstsicherer geworden.
Tomi (der 17 Jahre alte zahnlose Chef unter den Katzen, Hundehasser!!!) läuft angstfrei neben Heli vorbei, provoziert aber auch gern mal ein Bellen.
Rudi, der Jüngste (6) und Stärkste (hört immer auf Tomi, liebt allerdings auch sein Frauchen und will immer alles richtig machen) hatte vor 3 Tagen einen Disput mit Helios, der mit einem Hundeaufschrei und blutender Ohrspitze endete. Leider habe ich das nicht genau gesehen ...
Nachdem der Heli zu mir gerannt kam und sich von meinem Sohn (10, Jugend-Feuerwehrman und Hobby-Sanitäter) verarzten (und bemitleiden natürlich) lies bekam Rudi ordentlich Ärger von Frauchen. Seither gab es keine derartigen Zwischenfälle mehr. Ich muß wohl dazu sagen: Man kann Katzen genauso gut wie Hunde erziehen - die Technik ist nur etwas anders. Jedenfalls folgen mir unsere Katzen auf's Wort (öfter als der Heli).

1. Was wir inzwischen können:
Ich mußte lernen, daß Helios von seinem ewigen Zwang nach Futtersuche wohl eher nicht geheilt werden kann. Meine Hoffnung ist immer noch, daß sich das nach einigen Monaten ändern könnte ...
Beim Futterreichen in der Wohnung hat Helios inzwischen gelernt, sich zu setzten und auf das Abstellen der gefüllten Futterschüssel zu warten. Das war ein langer Weg!!!

An der Leine laufen klappt inzwischen relativ gut. Ich meine die 7,5 – Meter - Leine.
Einkaufszentrum- und auch S- und Straßenbahn-Tests hat er gut überstanden (es waren immer die zwei dominanten Menschen anwesend) .
Wenn er Angst hat (Dunkelheit, Wildschweingeruch, ...manchmal einfach so???...) läuft er akkurat "bei Fuß", wie ich es ihm beigebracht habe. Schade, daß er so alt ist, er wäre bestimmt ein prima Schutzhund geworden!!!
obwohl das jetzt vielleicht wie eine misslungene Familienzusammenführung klingt: Helios wehrt sich gegen die Provokationen unseres (ehemals!!!) hundehassenden Katers: Er bellt (dann schlägt er 1x an). Persönlich empfinde ich das als eine natürlich-gesunde Reaktion auf aufmüpfige Kater. Natürlich muß ich dann ein bischen mit ihm schimpfen, aber er merkt schon, daß er eigentlich im Recht ist.
Sozialveralten:
Helios spielt zwar nicht (Stöckchen-holen und ähnliches sowieso nicht) aber er ist interessiert an anderen Hunden. Vor allem junge Hundedamen lassen ihn nicht kalt (da gibt es ein Hunde-Mädchen aus den Vorderhaus - oh lala!!!...). Er liebt es beim Spaziereingehen auf andere Hunde zu treffen und nebeneinander zu laufen oder am gleichen Haufen zu schnuppern. Aber spielen? Nein danke!!! Vielleicht kommt das noch durch ...?
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30.Mai 2011
Helios, ein schwer-erziehbares, chronisch-hungriges, trotzdem zuckersüßes – immer gut gelauntes, katzen- und kinder- liebendes Sonnenscheichen, mit Engelsgeduld und gelegentlich alterstarsinnigem Dickschädel


… ja, wer hätte das gedacht: der Heli lebt nun schon seit über 4 Monaten bei uns!!!

Als wir ihn am 9.1.2011 an der polnischen Grenze abholten, war nicht klar, ob der Opi vom Lande den nächsten Monat noch erlebt. Ein verängstigtes schwanzloses schmuddeliges grau-schwarz getupftes Angstknäuel zog in unsere Wohnung.
Inzwischen wurde der OPI (???) geduscht, geföhnt (er hasst beides!!!) und regelmäßig gestreichelt (das liebt er und saugt es auf wie ein Schwamm), gefüttert (...das macht immer neuen HUNGER!!!) , gepflegt und erzogen (... -vor allem letzteres störte ihn etwas …).

Uns wurde inzwischen klar:
1. der Hund ist nicht grau-braun-schwarz, sondern weiß mit vielen schwarzen Punkten.
2. Er ist nicht schwanzlos! Der Schwanz war nur wie ängstlich angewachsen unter der Brust eingeklemmt. Inzwischen wippt er gut-gelaunt bei jedem Schritt hin und her - es gibt ihn doch!
3. Das Alter dieses Hundes kann schwer geschätzt werden: wir denken er ist irgend wo zwischen 6 und 10 Jahren. Seine Zähne sind abgewetzt: am Zwingergitter oder an der Kette? Seine Hinterläufe standen merkwürdig verdreht/ der Rücken war anfangs aufgestellt: Möglicherweise waren das die Spuren von Tritten, Schlägen und eisiger  Kälte in den Winternächten unter freiem Himmel? Inzwischen – und nach der Behandlung durch eine Heilpraktikerin läuft er  fast wie jeder andere Hund und wirkt von der Körperhaltung her nicht mehr wie ein uralter, kranker Hund.

Er kam zu uns als Sorgenkind. Inzwischen ist er ein glücklicher Familien-Kuschel-Hund.
Er lernte wie hund an der Leine läuft. Auch „Sitz“, „Platz“, „Fuß“, Bleib“ - er kann das, aber er will es nicht immer machen ...
Er weiß inzwischen, daß es regelmäßig Futter gibt. - Sein angesagtes Ziel ist allerdings bis heute: Die konsequente Einhaltung regelmäßiger Zwischenmahlzeiten!- möglichst stündlich ...

Er liebt seine Familie und sein Futter und hat IMMER(!) Gute Laune.

Ein getupfter Gute-Laune-Hund!!! Im ganzen Wohngebiet ist er inzwischen bei jung und alt bekannt und beliebt (wie ein bunter Hund eben). Vor allem die Kinder fallen ihm gern um den Hals (im wahrsten Sinne des Wortes!!!) und er liebt es!

Nun seine speziellen -charakterlich bedingten Herausforderungen:

er hat (das muß man so sagen) erfahrungsgemäß immer Angst zu verhungern! Aus diesem Grunde befindet er sich ständig auf Futtersuche. Auch die Hinterlassenschaften seine Artgenossen sind ihm nicht zu schade!!! Zart besaitete Gemüter wird es hier täglich auf den Spaziergängen schütteln,  wir sind inzwischen abgebrüht. Die ersten Wochen haben wir ihm derart unappetitliche Brocken und Plastikbeutel mit …. aus dem Maul gezogen – inzwischen verschonen wir ihn mit unserer menschliche Pietät.  Leider ist er nach dem „futterreichen“ Gassi-gang immer noch von imaginärem Hunger gequält! Nach dem Polieren der möglichst üppig gefüllten Futterschüssel geht die Futtersuche weiter... in einem real existierenden Haushalt gibt es übrigens ungeahnte Möglichkeiten! Wir waren überrascht!!! Jeder Mensch kann mit diesem Hund seinen Haushalt aus einer völlig artfremden Perspektive neu kennen lernen! Dafür müssen wir Helios natürlich danken, gelegentlich treibt das allerdings speziell die weiblichen Anteile unserer Familie an den Rand der Verzweiflung. - also,konkret gesagt: das Nervenkostüm wird hier schon speziellen Zerreißproben unterzogen, wenn es um die Gewährleistung der Hygiene im Haushalt geht … Die (empfohlene) Konsequenz: zeitweiliger eingeschränkter Aktionsradius für Heli! Das ist okay für ihn und beruhigt ihn (Fixierung kennt er, sie gibt ihm Sicherheit) und schafft seinem „menschl. Personal“ etwas Freizeit. Wir berichten bei Bedarf gern mündlich über unsere Erfahrungen, geben Tricks aus unserem Zauberkästchen preis – was der Helios definitiv braucht ist viel Liebe und Konsequenz. Er braucht niemanden, der ihn für seine Vergangenheit bemittleidet, geheult hat er bestimmt genug – er braucht muntere Abwechslung, Gesellschaft, Wärme und Ruhe...  Er will immer und überall dabei sein! … und mitnaschen ( warum auch nicht??? Wer weiß, wie lange noch ...)!!!

Er geht gern überall mit hin: Kneipe, Grillabend, Einkaufen, Zug, Straßenbahn, Bus, Auto, läßt sich auch (kennt er) von hunde-erfahrenen Kindern an der Leine führen … (BITTE KEIN KINDERSPIELZEUG!!!)

Er verträgt sich mit Hunden aller Art,  Katzen   - Vorsicht: Er wehrt sich kaum, braucht Schutz vom Menschen!

ER liebt Kinder!!! ER ist DER WALT-DISNEY-DALMI!!! „Nennt mich Pongo …!“

Er hat keine Angst vor lauten Männerstimmen, nun ja, er hört auch schlecht ...

Ohne Leine – auch in einer Wohnung – braucht er viel Zeit, um zur Ruhe zu kommen. UND: Er hat immer Hunger!!! In jeder Wohnung riecht es nach Essen. Das sucht er. Auch Müllbeutel sind beliebt...

Da er, seitdem wir ihn bekamen,  Probleme mit seinen verstopften Ohren hat, die wir mit wechsendem Erfolg behandeln, kann er kaum hören. Das erschwert die Erziehung natürlich, aber immerhin besteht in diesem Punkt Hoffnung auf Besserung! Abgesehen davon ist er sehr klug und – wenn ihm sein menschliches Gegenüber beliebt, versteht er sogar die Zeichensprache.

Man kann sagen: trotz der Geschichte die er hat, ist er ein supersüßer Kuschelhund mit  verständlich - sozialisationsbedingten Herausforderungen.

Der Hund liebt es, wenn das Kind morgens auf seine Matratze im Wohnzimmer kommt und mit ihm schmust.
Allen Befürchtungen zum Trotz hat er sich schnell mit den Katzen (von denen zwei noch nie einen Hund gesehen hatten und einer (das Alphatierchen!!!) ein ausgesprochener Hundehasser WAR) angefreundet. Naja, angefreundet ist vielleicht übertrieben, aber: Er tut ihnen nichts, muß allerdings manchmal vor den Stubentigern gerettet werden...
Der Ehrlichkeit halber muß ich hinzufügen, daß mir unsere Katzen aufś Wort zu parieren gelernt haben und ich nebenbei auch Hunde schon ausgebildet habe. Es gibt einige kleine Unterschiede, aber eine entscheidende Gemeinsamkeit: KONSEQUENZ, VERSTÄNDNIS und VIEL LIEBE.

NUN das Eigentliche:
Leider wohnen wir im 3. Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses und wissen nicht, wie lange er die vielen Treppenstufen noch schafft. Bis jetzt ist das noch kein Problem, aber bei der Rückengeschichte  …

Wir wünschen uns nun schweren Herzens eine endgültige Bleibe für ihn, die folgende Voraussetzungen bietet:

1. eine Familie oder auch Einzelperson, die hundeerfahren ist und ebenerdig oder mit Fahrstuhl wohnt. Kleines Gärtchen wäre perfekt!!!
2. Einen regelmäßigen Tagesablauf mit täglichem Wald- oder Parkspaziergang (den liebt er sehr!!! Er grast mit seiner Nase den Waldboden nach allen Gerüchen ab, die er kriegen kann.)
3. MÖGLICHST KEIN TREPPENSTEIGEN!!!
4. viel Geduld und super viele Schmusezeiten!!!
5. Weiterführung der leckeren „Heli-Diät“, die wir natürlich gerne verraten (er verträgt leider nichts anderes) – keine Panik!!!: er frisst Kartoffelpüree und ein Hundefutter mit 85% Fleisch zu erschwinglichem Preis das wir im Internet entdeckt haben und das wir uns monatlich liefern lassen. Anderes Futter verträgt er leider nicht (wir haben viel versucht!!!).

Wir hoffen sehr für den süßen Schnuffel, daß er eine nette Familie oder Einzelperson findet!!!!

 Falls es Schwierigkeiten mit der Eingewöhnung gibt, stehen wir Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite!!!

Wir bieten natürlich auch gern eine zeitweilige Mitbetreuung (in Berlin) an, falls Bedarf ist …

… wir hundeflüstern Ihnen auch gerne mal etwas …
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10.Juni 2011:
Helios und das GROSSE FRESSEN


Der Heli kennt nun auch Trockenfutter für Katzen. Das kam so:

neben dem Heli leben auch noch 3 Katzen in unserer Familie. Katzen fressen Katzenfutter. Manches mögen sie nicht so. Manchmal haben sie da ganz recht! Die Packungen mit dem nicht so beliebten Futter werden manchmal irgendwo abgestellt/zwischengelagert... später vergessen ... Eine solche Packung (1Kg) stand auf unserer Terrasse, im Eimer, hinter einem Schrank. Bis heute zumindest:

Da unsere Wohnung mit ihren knapp 26°C für Opi Helios zu warm ist, hat der gute ein Hundebett auf unserer kleinen überdachten Terasse. Dort gibt es hinter einem großen Busch ein wind-, sonnen- und regen-geschütztes Plätzchen das er bevorzugt. Wahlweise beschläft er natürlich auch - falls kein Mensch störenderweise darauf herumliegt den gemütlichen Garten-Sessel oder den weich gepolsterten Liegestuhl mit der (nagelneuen!!) Polsterauflage.
Da ich heute Vormittag wegmußte und ihn dahin nicht mitnehmen konnte, stattete ich die Terrasse mit Leckerlies, 1,5 Liter Trinkwasser und 1 Schweineohr aus und ging dann schlechten Gewissens.
Als ich zurückkehrte, kam mir der Heli auf den ersten Blick irgendwie verändert vor. Es schien ihm Mühe zu bereiten, vom Liegestuhl zu steigen, das Trinkwasser war komplett gelehrt und während er sich anfangs über mein Erscheinen freute, hing plötzlich Kopf und Schwanz bis zum Boden herab, als ich unter dem Tisch eine leer-gefressene Katzen-Trockenfutter-Schachtel hervorholte. Mit einem Schreck kombinierte und registrierte ich, was sich in meiner Abwesenheit ereignet hatte ...
Nun fiel mir auch sein dicker Bauch auf. Da der Gute stocktaub ist und das schlechte Gewissen ja sowieso schon deutlich erkennbar war, hatte es keinen Sinn, mit ihm zu schimpfen. Also mußte ich mit mir selber schimpfen. Von "Vergesslichkeit", "Schlamperei" und ähnlichem war da die Rede ... ach, ich will das hier gar nicht alles wiederholen ...
Während wir -ehrlich gesagt etwas schwerfälliger als gewöhnlich- unseren Gassigang und die Treppen absolvierten, brauchte ich drei Tütchen. - Nicht daß die voll wurden, nein, das nicht. Aber zum ersten Mal, seit der Helios bei uns ist, hatte er eine Verstopfung. Das fand er - glaub ich- selber etwas ungewöhnlich! Deshalb brauchte er für sein Geschäft eine Strecke von ca. 50 Metern.
Inzwischen gab es noch einen Gassigang, eine große Waldrunde und den 0.00 Uhr-Nachtgang ... der Bauch leert sich langsam, aber der Durst bleibt noch ...
Vorhin hatte der Ärmste auch noch Blähungen: das roch überhaupt nicht nach Qualität!!!
Dieses Katzenfutter kaufen wir nie wieder!!!
Versprochen!!!
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Tagebuch 22.05.2011, 22:22 Uhr
... kurz vor'm Gassi-Gang noch ein paar Zeilen:


Heute haben wir einen großen Spaziergang gemacht - der Heli war (trotz Pausen mit Trinken und Knabbereien) so geschafft, daß er überredet werden mußte, aufzustehen und aus dem Zug auszusteigen, danach hat er über 3 Stunden durchgeschlafen.

Das mit seinem Herzen kann ich schwer einordnen. Bei so einer Sozialisation hätten wir bestimmt auch ein krankes Herz. Auch dieses verdrehte Stehen manchmal (wenn er müde oder traurig ist) könnte damit zu tun haben ...? Aber Rückenschmerzen hat er meiner Einschätzung nach nicht mehr. Er kann rennen und springt manchmal vor Übermut hoch. Auch die Rute hängt nicht mehr.

So, nun aber gassi ...

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1.Juni 2011
Heli ist krank


Ich habe heute mit der Tierheilpraktikerin telefoniert, weil mir der Heli seit 3 Tagen so krank und schwach erschien. Ganz plötzlich ist er total in sich zusammengefallen, wollte nicht in den Wald gehen, hechelt und ist sehr unruhig. Wir haben nichts anders gemacht als sonst.
Die THP meinte, daß das ein Zeichen dafür ist, daß er das Medikament noch einmal braucht, das er vor knapp 3 Monaten schon einmal hatte. Schon 1/2 Stunde nachdem ich es ihm gegeben hatte, war er wieder der alte!!! Wahnsinn: 2 Zuckerkügelchen!!! So haben wir also doch noch einen Waldspaziergang gemacht und den schönen lilafarbenen Sonnenuntergang gesehen.

Ansonsten hat die Behandlung der THP gut angeschlagen: Die Rückenschmerzen sind weg, er putzt sich, reckt und streckt sich, springt und tobt vor Übermut beim Schmusen und Gassigang, ist verliebt in die "Knutschkugel" aus dem Vorderhaus (Labrador), und!!!: er hat sich mit einer Collie-Mix-Dame gepaart!!! (ich hoffe, ich habe nichts falsches gesagt, als ich der Hundehalterin versicherte, daß da nichts passieren kann. Übrigens hat sie ihn danach angesehen und gesagt, wenn, wäre es auch nicht so schlimm, er ist bildhübsch! Das ging mir natürlich runter wie ÖL!

Seinen Husten habe ich seit Wochen nicht mehr gehört und die Fettgewebegeschwulst in der Lendengegend war zwischenzeitlich fast komplett verschwunden. Die Körperhaltung sieht gut aus und er rennt gern mal (kurz - kein Jogger). Die Treppen nimmt er erheblich schneller als ich ...

Übrigens interessiert sich eine hundeerfahrene ältere Dame aus der Nachbarschaft für den Heli ...


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5.06.2011
Helis Ohren .... und sooo ....


der Tierarztbesuch am Donnerstag war erfolgsbetont: Helis Ohren werden besser!!!!
Zwar steht ihm immer noch eine lange Behandlungszeit bevor, aber es wird ... ist das nicht toll!!!!????

Man merkt auch eine Wesensänderung: er spielt! Wie ein Welpe!
Genauso "zärtlich"(unser kleines Trampeltierchen).

Nächsten Donnerstag geht es in die nächste Runde - vielleicht kann er uns bald hören???

Vielen Dank für den tollen Tierarzt!!!

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Juli/August 2011

Sommer mit Helios

Wir waren mit Hund im Urlaub am Krossinsee. Es war toll!!!

Gleich neben meinem Bett lag -total entspannt - der Heli und schlief die Nacht durch. OHNE LEINE!!!

Heli wollte übrigens selbst bei größter Hitze nicht in den See. Das ist im Moment praktisch: er darf nämlich noch nicht ins Wasser, wegen seiner Ohren. Nach der  5. Behandlung sind die Ohren zwar zu 95% geheilt, aber da sind noch 5%, für die er Zeit braucht, natürlich ohne Wasser in den Ohren.
Er hört nun auch ein wenig: z.B. Hände-klatschen. Mal sehen, ob sich das noch weiter bessert …

Seinen Husten hat er schon ewig nicht mehr und der Stuhlgang ist seit vielen Wochen perfekt.

Wir sind sehr froh, daß wir den Heli bei uns aufgenommen haben. Auch wenn es manchmal schwer war, es war eine gute Tat und von Erfolg gekrönt.

Jetzt können wir genießen, wie süß er spielt und wie albern er sein kann.

Von seiner Verfressenheit kann er offensichtlich nicht geheilt werden, aber damit kann man leben ...

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1.10.2011
Heli will leben!!!


... wer meine Aufzeichnungen bis hierher gelesen hat, scheint das entsprechende Durchhaltevermögen und das angebrachte Interesse an diesem Hund mitzubringen, was notwendig ist, um mit ihm sehr glücklich zu werden ...

 

Helios
Bilder sagen mehr als 1000 Worte: Helios, vom getretenen Kettenhund zum Familienhund ...
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